Ihr Bus-Linien-Service
in Bozen, Leifers, Meran und Lana.
Kontakt
  • von
    nach
     
    Datum
    Uhrzeit
     
29. Jun. 04:04
Aktuell
Linien- und Fahrplanänderungen, Streiks
SASA aktiv!
Unsere Projekte
SASAbus
Android & HTML5 App
Südtirol Pass
Ein Fahrschein für Bus und Bahn in Südtirol
Kundenbereich - Geldstrafen

Geldstrafen zu Lasten der Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsdienste

Das Landesgesetz vom 23. November 2015, Nr. 15, „Öffentliche Mobilität“, veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 48/I-II vom 01.12.2015 – Beiblatt Nr. 2, regelt den öffentlichen Personenverkehr von Landesinteresse.

Laut Art. 50 des Landesgesetzes Nr. vom 23. November 2015, Nr. 15, müssen die Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsdienste einen gültigen Fahrschein erwerben, der zu entwerten und während der gesamten Fahrt bis zum Ausstieg aufzubewahren und auf Aufforderung des Aufsichtspersonals vorzuweisen ist. 

Artikel 50 Absatz 2

Wer gegen die Vorschriften zum Schutz der Gesundheit der Nichtraucher verstößt, muss die im Landesgesetz vom 3. Juli 2006, Nr. 6, vorgesehenen Verwaltungsstrafen von 27,50 bis Euro 275,00 Euro entrichten.

Artikel 50 Absatz 3

Wer die Verkehrsmittel, die Räume, die Bahnhöfe und die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sowie deren Einrichtung und Zubehör beschädigt oder beschmutzt, muss eine Verwaltungsstrafe von 100,00 Euro bis zu 600,00 Euro entrichten, vorbehaltlich der strafrechtlichen Bestimmungen und des Schadenersatzes.

Artikel 50 Absatz 4

Beeinträchtigt ein Fahrgast durch sein Verhalten die Sicherheit und Regelmäßigkeit des Verkehrsdienstes sowie die Unversehrtheit der anderen Fahrgäste, haben das mit der Kontrolle beauftragte Personal und der Fahrer oder die Fahrerin des Fahrzeugs das Recht, nach eigenem unanfechtbaren Ermessen den Fahrausweis einzuziehen, wenn es sich um einen persönlichen Fahrausweis handelt, und die Fortsetzung der Fahrt in der vom Gesetz vorgesehenen Form zu verwehren oder zu unterbrechen.

Artikel 50 Absatz 5

Absatz 5 regelt die Verwaltungsstrafen bei Fahrten ohne gültigen Fahrschein, d.h. ohne Fahrschein, nicht entwerteter Fahrschein, ohne Personalausweis (für Jugendliche ab 14 Jahren).

In diesen Fällen beträgt die Verwaltungsstrafe:

·     30 Euro (Mindeststrafe), zuzüglich Fahrpreis für den Einzelfahrschein wenn die Strafe unverzüglich oder innerhalb von 5 Tagen ab Vorhaltung bezahlt wird;

·     60 Euro (das Doppelte des Mindestbetrages) zuzüglich Fahrpreis für den Einzelfahrschein und entsprechende Verfahrenskosten bei Bezahlung innerhalb von 60 Tagen nach Ausstellung/Zustellung der Vorhaltung;

·     von 60 bis 240 Euro zuzüglich Fahrpreis für den Einzelfahrschein und entsprechende Verfahrenskosten bei Bezahlung nach Ausstellung des Bußgeldbescheides, wobei die Schwere der Übertretung und die vom Urheber zur Beseitigung oder Minderung der Folgen der Übertretung ergriffenen Maßnahmen zu berücksichtigen sind.

Die Verwaltungsstrafe laut Artikel 5 Absatz 5 gilt auch für die Beförderung von Tieren und Fahrrädern, wenn kein gültiger Fahrschein vorliegt.

Artikel 50 Absatz 6

Verwaltungsstrafen bei „Missbrauch“ des Fahrscheins. Die Verwaltungsstrafe gilt sowohl für die Person, welche die Linienverkehrsdienste mit einem abgetretenen persönlichen Fahrschein oder einem gefälschten Fahrschein benutzt als auch für die Person, die einen persönlichen Fahrschein weitergibt und dabei ertappt wird.

In diesen Fällen beträgt die Verwaltungsstrafe:

·     60 Euro (Mindeststrafe) zuzüglich Fahrpreis für den Einzelfahrschein wenn die Strafe unverzüglich oder innerhalb von 5 Tagen ab Vorhaltung bezahlt wird;

·     120 Euro (das Doppelte des Mindestbetrages) zuzüglich Fahrpreis für den Einzelfahrschein und entsprechende Verfahrenskosten bei Bezahlung innerhalb von 60 Tagen nach Ausstellung/Zustellung der Vorhaltung;

·     von 120 bis 400 Euro zuzüglich Fahrpreis für den Einzelfahrschein und entsprechende Verfahrenskosten bei Bezahlung nach Ausstellung des Bußgeldbescheides, wobei die Schwere der Übertretung und die vom Urheber zur Beseitigung oder Minderung der Folgen der Übertretung ergriffenen Maßnahmen zu berücksichtigen sind.

 

Im Falle von gefälschten oder abgetretenen persönlichen Fahrscheinen werden diese eingezogen und dem Amt für Personenverkehr übermittelt.

 

Artikel 50 Absatz 7:

Die Verwaltungsstrafe laut Absatz 5 wird annulliert, wenn:

·     der Inhaber eines gültigen persönlichen Zeitfahrscheins mit Pauschaltarif (Südtirol Pass abo+, Südtirol Pass 65+ und Schulpass) oder eines kostenlosen Fahrscheins (Südtirol Pass free), der den Fahrausweis nicht mitführt oder nicht entwertet hat, innerhalb von 5 Tagen ab dem Vorfall, dem betreffenden Verkehrsunternehmen den Besitz des Fahrscheines nachweist und zugleich die Verwaltungsspesen von 10 Euro nach den vom Betrieb festgelegten Modalitäten bezahlt (Artikel 50 Absatz 7 Buchstaben a) und c);

 ·     der Inhaber eines gültigen persönlichen Fahrausweises, der einen öffentlichen Verkehrsdienst nutzt, ohne den eventuell vorgeschriebenen gültigen Personalausweis vorzuweisen, innerhalb von 5 Tagen ab dem Vorfall dem betreffenden Verkehrsunternehmen ihre Identität nachweist und die Verwaltungsspesen von 10,00 Euro nach den vom Betrieb festgelegten Modalitäten zahlt (Artikel 50 Absatz 7 Buchstabe b).

 Artikel 50 Absatz 8

Die Verwaltungsstrafe laut Absatz 6 wird annulliert, wenn der Fahrgast, der zwar im Besitz eines gültigen persönlichen Zeitfahrscheins mit Pauschaltarif ist (Südtirol Pass abo+, Südtirol Pass 65+ und Schulpass), aber ein öffentliches Verkehrsmittel mit dem persönlichen Zeitfahrschein mit Pauschaltarif eines anderen Familienmitgliedes benutzt, innerhalb von fünf Tagen ab dem Vorfall dem betreffenden Verkehrsunternehmen den Besitz des eigenen Fahrscheines nachweist und zugleich die Verwaltungsspesen von 10,00 Euro nach den vom Betrieb festgelegten Modalitäten zahlt.

 Artikel 50 Absatz 9:

In den von den Absätzen 5 und 6 vorgesehenen Fällen kann der Fahrgast unverzüglich oder innerhalb von 5 Tagen ab Zustellung der Vorhaltung seine Situation bereinigen, indem er den Fahrpreis für den Einzelfahrschein und die Verwaltungsstrafe im Mindestausmaß zahlt.

Artikel 50 Absatz 10:

Erfolgt die Zahlung nicht gemäß den vorhergehenden Absätzen, leitet die vom Verkehrsunternehmen mit der Kontrolle beauftragte Person, welche die Übertretung festgestellt und vorgehalten hat, das Feststellungsprotokoll an den gesetzlichen Vertreter/die gesetzliche Vertreterin des mit der Durchführung des Dienstes beauftragten Verkehrsunternehmens zur Ausstellung des Bußgeldbescheides weiter.

Fahrgäste, die weder die Vorhaltung annehmen, noch ihre persönlichen Daten angeben, müssen, sofern volljährig, vom Fahrzeug aussteigen. Der Busfahrer oder das Kontrollpersonal können, wenn notwendig, das Einschreiten der Ordnungskräfte veranlassen.

Von Jugendlichen unter 14 Jahren dürfen keine Geldbeträge entgegengenommen werden.

Wenn eine Übertretung von einem/einer Jugendlichen unter 14 Jahren begangen worden ist, gilt folgende Vorgangsweise:

dem/der Jugendlichen wird eine „Vorhaltung ohne Preis“ ausgestellt, mit der die Fahrt beendet werden kann.

Das Schreiben mit den wesentlichen Angaben über die Übertretung muss den Eltern oder Erziehungsberechtigten zugeschickt werden.

Wenn innerhalb von 5 Tagen ab Erhalt der Vorhaltung dem betreffenden Verkehrsunternehmen der Nachweis laut Absätze 7 und 8 erbracht und zugleich die Verwaltungsspesen von 10,00 Euro nach den vom Betrieb festgelegten Modalitäten bezahlt wird, wird die Vorhaltung annulliert.

Andernfalls wird die Vorhaltung (Verwaltungsstrafe, zuzüglich Fahrpreis für den Einzelfahrschein und Verfahrenskosten) zugestellt.